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Blog · Strategie

NoHonor-Strategien: Einsteiger, Fortgeschrittene, Profis

Strategie in NoHonor baut sich in drei Schichten auf. Einsteiger gewinnen, indem sie in Orte kommen und jede Antwort notieren; Fortgeschrittene, indem sie ihre Fragen gezielt bauen und die Antworten der anderen lesen; Profis, indem sie steuern, was der Tisch über sie erfährt.

Such dir deine Stufe und fang dort an.

Einsteiger: Gewohnheiten für die ersten Siege

Sei immer auf dem Weg in einen Ort

Fragen kannst du nur aus einem Ort heraus. Jeder Zug, der auf dem Flur endet, ist ein Zug ohne Information. Nutz die Wegvorschau beim Antippen, um einen Ort zu wählen, den du mit diesem oder dem nächsten Wurf erreichst.

Frag nach Karten, die du nicht kennst

Nenne am Anfang ein Crewmitglied und eine Methode, die nicht auf deiner Hand sind, aus einem Ort, der auch nicht auf deiner Hand ist. Bei drei Unbekannten zeigt dir meistens jemand eine Karte, und jede gezeigte Karte ist eine Sorge weniger.

Nutz die Notizhilfe

Lass sie deine eigenen Karten und die dir gezeigten Karten eintragen. Das verhindert den häufigsten Anfängerfehler: zu vergessen, was man vor drei Zügen gesehen hat.

Rate nicht

Du hast eine Anklage. Steht in einer Spalte deines Zettels noch mehr als eine Möglichkeit, stell lieber noch eine Frage. Ein Einsteiger, der wartet, schlägt einen Einsteiger, der rät, in den allermeisten Fällen.

Fortgeschritten: Fragen bauen und Antworten lesen

Nenn absichtlich eigene Karten

Sobald du die Auswahl eingegrenzt hast, bau Karten aus deiner Hand in die Frage ein. Angenommen, du hast das Brecheisen und stehst im Labor, das du auch hast. Frag nach Lena, mit dem Brecheisen, im Labor. Brecheisen und Labor kann dir niemand zeigen, also gilt:

  • Zeigt jemand eine Karte, ist es Lena, und du weißt, wer sie hat;
  • kann niemand, liegt Lena im Versteck.

Eine Frage, eine sichere Antwort, genau zu der Karte, die du wissen wolltest.

Notier, was die Antworten der anderen beweisen

Fragt Selim und zeigt ihm Rafaels Spieler eine Karte, siehst du sie nicht, lernst aber: Rafaels Spieler hat mindestens eine der drei. Schreib die drei zusammen auf.

Solche Gruppen lösen sich später von selbst. Findest du heraus, dass zwei der drei woanders sind, muss die dritte bei diesem Spieler liegen.

Ein „keine Karte“ ist noch einfacher: Dieser Spieler hat keine der drei. Markier alle drei als „nicht bei ihm“.

Wie du eine gezeigte Karte liest

Zeigt dir Marcus' Spieler den Flüssigstickstoff, lernst du eins: Er liegt nicht im Versteck. Aber überleg, was der Moment sonst noch verrät:

  • Jeder Spieler zwischen dir und Marcus' Spieler hatte keine deiner drei Karten.
  • Marcus' Spieler hat vielleicht mehrere davon und sich für diese entschieden. Wurde der Flüssigstickstoff schon mal gezeigt, ist er vielleicht die Karte, die er gern hergibt.

Zähl Hände ab

Du weißt, wie viele Karten jeder hat. Hast du alle Karten eines Spielers festgenagelt, gehört ihm alles andere nicht, und jede seiner Antworten wird leichter zu lesen.

Wähl, welche Karte du zeigst

Hast du mehrere Karten aus einer Frage, wählst du, welche du zeigst. Zwei Regeln:

  • Zeig demselben Spieler wieder dieselbe Karte. Hast du Selim schon die Garage gezeigt, zeig ihm wieder die Garage. Er lernt nichts Neues.
  • Zeig eine Karte, die der Tisch ohnehin bei dir vermutet. Halt deine unbekannten Karten so lange unbekannt wie möglich.

Du hast 15 Sekunden für die Wahl, entscheide also, während die Frage noch reihum geht.

Profis: Steuern, was der Tisch erfährt

Schalt die Notizhilfe aus

Die Notizhilfe hält fest, was du siehst. Die Schlüsse aus den Zügen der anderen zieht sie nicht, und Muster bemerkt sie auch nicht. Wer selbst Buch führt, muss über jede Antwort nachdenken, und gute Spieler finden so mehr.

Stell Fragen, die Zuschauer in die Irre führen

Die anderen lesen deine Fragen genauso wie du ihre. Nennst du immer wieder dieselbe Methode, nehmen sie an, dass du sie jagst. Nutz das: Nenne wiederholt eine Karte aus deiner eigenen Hand, und manche fangen an zu glauben, sie liege im Versteck.

Vorsicht: Eine Frage, die in die Irre führen soll, bringt dir oft selbst weniger. Setz sie ein, wenn du nah an der Lösung bist und die anderen aufholen.

Behalte im Blick, was die anderen wissen

Zähl grob mit, wie viele Karten jeder Rivale gesehen hat. Wer gerade eine unbeantwortete Frage hatte oder viele Karten gezeigt bekommen hat, klagt vielleicht bald an. Siehst du das kommen, entscheide: Schaffst du es zuerst zur Gewissheit, oder ist es Zeit für einen Tipp?

Nutz das Brett

Nennst du ein Crewmitglied, wird seine Figur in deinen Ort gezogen. So kannst du einen Rivalen von dem Ort wegholen, zu dem er unterwegs war, oder ihn von den Ecken und ihren Geheimgängen fernhalten. Es kostet dich nur einen Teil deiner Frage, setz es also ein, solange die Frage noch nützt. Mehr dazu in 3 Wege, sich am NoHonor-Tisch Feinde zu machen.

Studier den Endbildschirm

Schau dir nach jeder Partie den Zug an, ab dem man es hätte wissen können, und den knappsten Moment. Hättest du es in Zug 11 wissen können und hast in Zug 15 angeklagt, such im Fallprotokoll den Zug, ab dem die Lösung erkennbar war. Diese Gewohnheit macht aus guten Spielern starke.